Ängste erkennen und natürlich behandeln

Ich sah mich um. Ich saß mit meinem sechsjährigen Sohn in meinem Auto. Wie jeden Morgen. Ich wollte ihn doch nur zur Schule und danach zur Arbeit fahren. Aber was, wenn ich unterwegs einen Unfall haben würde? Was, wenn es plötzlich zu schneien anfing und ich mit meinem Wagen ins Schlittern geriet? Was sollte ich machen, wenn mein Sohn bei dem Unfall verletzt würde? Wenn er blutend neben mir läge? Und was sollte erst mit ihm sein, wenn ich bei dem Unfall sterben würde? Mein Herz raste. Ich schwitzte. Meine Hände wurden feucht und ich konnte das Lenkrad nicht mehr halten. „Was ist los, Mama? Warum fährst du nicht los?“, ich meinen Sohn fragen. Ich holte tief Luft, versuchte mich zu beruhigen. „Du gehst heute nicht in die Schule,“ antwortete ich.

Er schien mit der Antwort zufrieden zu sein. Wir stiegen aus dem Auto und gingen zurück in unsere Wohnung. „Darf ich fernsehen?“, fragte er mich. „Ja“, gab ich gedankenverloren zurück. Ich musste in der Schule anrufen. Und bei der Arbeit. Aber was sollte ich sagen? Dass mein Sohn und ich krank sind? Was, wenn mein Chef etwas merken würden? Wenn ich fristlos gekündigt würde? Und wenn die Schule etwas merkte? Wenn sie das Jugendamt einschalten würden? Was sollte ich machen, wenn man mir meinen Sohn wegnehmen würde?

Ich brach in Tränen aus. Ich konnte nicht mehr. Wusste nicht mehr weiter. Schließlich rief ich meinen Mann an. Er musste mir helfen.Mit dieser Geschichte kam Andrea zu mir. Sie suchte mich in meiner Funktion als Coach auf. Ihr Mann hatte sie bis zur Tür begleitet. Alleine hätte sie es nicht geschafft, beichtete sie mir später.

Andrea war Mitte 30, in ihrem Leben war bisher alles einigermaßen nach Plan verlaufen. Sie hatte BWL studiert. Direkt nach dem Studium hatte sie geheiratet und ein Jahr später ihren Sohn bekommen. Seit dieser in den Kindergarten ging, arbeitete sie halbtags in einer angesehenen Firma.

Doch plötzlich sei sie von unkontrollierbaren Ängsten heimgesucht worden, erzählte sie mir. Nach der Geschichte, die ihr morgens in dem Auto passiert war, ging sie nicht mehr arbeiten. Ihr Hausarzt hatte ihr ein Beruhigungsmittel und später Antidepressiva verschrieben sowie einen Krankenschein ausgestellt. Es sei wohl eine Angststörung, hatte er ihr mitgeteilt. Das war nun bereits mehrere Wochen her. Aus dem Haus traute sie sich mittlerweile kaum mehr alleine. Sie bat mich, ihr dabei zu helfen, ihr Leben wieder zu ordnen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich zwar schon viel über Angststörungen gelesen, aber mich noch nicht aktiv damit auseinandergesetzt. Obwohl Ängste sehr häufig vorkommen, hatte mich noch niemand aufgesucht, der deswegen die Kontrolle über sein Leben verloren hatte. Natürlich wollte ich Andrea aber nicht wieder wegschicken. Ich musste sie um ein wenig Geduld bitten und begann, die Bücher zu wälzen.

Bevor ich Dir erzähle, wie es mit Andrea weitergegangen ist, habe ich Dir erstmal zusammengefasst, was ich bei meinen Recherchen herausgefunden habe.

 

Was ist Angst und wann ist sie ungesund?

Angst kennt jeder von uns und das ist auch gut so. Denn Angst ist eine Reaktion des Körpers, die uns vor Gefahren schützen soll. Ausgelöst wird sie in sogenannten Kampf-oder-Flucht-Situationen, in denen wir darauf vorbereitet werden, rechtzeitig und angemessen auf eine Gefahr zu reagieren.

Auch wenn wir Angst im allgemeinen Sprachgebrauch mit einem Gefühl assoziieren, sind mit Ängsten körperliche Reaktionen verbunden, die sich wie folgt manifestieren:

  • erhöhte Herzfrequenz
  • erhöhter Blutdruck
  • schnellere und flachere Atmung bis zur Atemnot
  • angespannte Muskeln
  • erweiterte Pupillen
  • Zittern
  • Schweißausbrüche
  • Schwindel
  • Schmerzen in der Brust
  • Kopfschmerzen

Neben diesen körperlichen Zeichen treten bei lang anhaltender Angst außerdem Beschwerden wie Vergesslichkeit und Verwirrtheit, Konzentrationsschwäche, Anspannung, Nervosität und Schlafstörungen auf.

Die „normalen“ oder gesunden Ängste unterscheiden sich in Bezug auf die körperlichen Reaktionen nicht von den „ungesunden“. Aber wie erkennt man dann, ob man noch im normalen Ausmaß Angst verspürt oder ob das Gefühl bereits als krankhaft einzustufen ist?

Da es sich bei Angststörungen offiziell um psychische Störungen handelt, werden sie in Katalogen klassifiziert. Damit eine Angststörung als solche anerkannt und einem Typus zugeordnet werden kann, müssen jeweils bestimmte Kriterien erfüllt sein.
Ich möchte jetzt nicht auf die einzelnen Kriterien eingehen und erläutern, wann den Fachmännern aus Psychologie und Medizin zufolge welche Angststörung vorliegt. Stattdessen halte ich es für Dich und Dein Wohlbefinden wichtiger, wenn Du Dir für Deine eigenen Überlegungen, ob Du eventuell an einer Angststörung leidest, zwei Dinge klarmachst:

  1. Wie ich bereits erklärt habe, sollen Ängste uns vor Gefahren schützen. In anderen Worten: Ängsten liegen für gewöhnlich Bedrohungen zugrunde. Wenn Du das Gefühl hast, dass Du mit extremer Angst reagierst, obwohl keine oder nur eine geringe Bedrohung vorliegt, könntest Du an einer Angststörung leiden.
  2. Angststörungen sind weit verbreitet. Wer kennt nicht jemanden, der übertriebene Angst vor harmlosen Spinnen hat? Meiner Ansicht nach solltest Du Dich aber auch fragen, ob Dich Deine Angst in gewisser Weise in Deinem Leben einschränkt. Sollte das so sein, hast Du vermutlich eine Angststörung, die (dringend) behandlungsbedürftig ist.

 

Welche Arten von Angststörungen gibt es?

Ich habe gerade das Beispiel einer Spinnenphobie genannt. Wenn Du die Angst vor einem Insekt mit den Angstgefühlen von Andrea vergleichst, stellst Du wahrscheinlich große Unterschiede fest. Die beiden beschriebenen Ängste gehören zwei unterschiedlichen Formen von Angst an. Denn in der Regel differenziert man zwischen spezifischen Ängsten, die auf ganz konkrete Objekte oder Situationen ausgerichtet sind, und diffusen Ängsten, die vollkommen situationsunabhängig auftreten. Diese beiden großen Gruppen bestehen weiterhin aus zahlreichen Unterkategorien. Ich werde Dir einen kurzen Überblick über die wichtigsten Typen geben:

 

1) Panikstörung

Eine Panikstörung zeichnet sich durch starke, plötzlich auftretende Angstanfälle aus, die in der Regel von heftigen körperlichen Symptomen begleitet werden. Die Betroffenen klagen oft über Schmerzen in der Brust. Begleitet werden diese Schmerzen durch starkes Herzklopfen, Zittern, Schweißausbrüche, Schwindel und Kurzatmigkeit. Da viele dieser Symptome denen eines Herzproblems ähneln, werden Panikattacken oft mit einem Herzleiden oder gar einem akuten Herzinfarkt verwechselt. Durch diese Verwechslung und die körperlichen Symptome nimmt die Angst noch weiter zu. Die Betroffenen befürchten zu sterben. Todesangst entsteht.

Andere Patienten berichten davon, dass sie während der Panikattacken das Gefühl haben, verrückt zu werden. Das Tückische an Panikattacken ist, dass sie sich sozusagen verselbstständigen. Während der Panikattacke sorgen die Gedanken, verrückt zu werden oder sterben zu müssen dafür, dass die Angst während der Attacke stetig zunimmt.

Außerdem kann man nach einigen Panikattacken in einen Teufelskreislauf der Angst geraten. Da die Panikattacken in jeder Situation auftreten können, entwickeln die Betroffenen oft eine Angst vor der Angst. Diese Angst vor der Angst wird so groß, dass die nächste Panikattacke ausgelöst wird.

 

2) Generalisierte Angststörung

Ebenso wie die Panikstörung kann auch die Generalisierte Angststörung (abgekürzt oft: GAS) in jeglichen Situationen und oft ohne erkennbaren Grund auftreten. Allerdings handelt es sich um alltägliche Sorgen, die sich häufig in Form von unkontrollierbaren und katastrophisierenden Gedankengängen zuspitzen. Themen der Besorgnis sind meist alltägliche Punkte wie Arbeit, Familie, Finanzielles oder Gesundheit.

Charakteristisch für Patienten mit Generalisierten Angststörungen ist das Grübeln, das jedoch noch nicht belastend für die Betroffenen ist. Erst wenn aus dem Grübeln ernstzunehmende Sorgen und schließlich Ängste werden, entsteht ein Leidensdruck. Häufig geht die GAS mit körperlichen Symptomen wie zum Beispiel einem Kribbeln im Magen, Muskelverspannungen, Atembeschwerden, Schwindel, Schwitzen oder Zittern einher. In gravierenden Fällen sind die Betroffenen so verängstigt, dass sie nur noch in Begleitung das Haus verlassen.

 

3) Posttraumatische Belastungsstörung

Die Posttraumatische Belastungsstörung (auch: PTBS) zählt zwar im engeren Sinne im Rahmen offizieller Klassifizierungen nicht zu den Angststörungen, sie ist aber eng mit Angstgefühlen verbunden, weshalb auch namhafte Forscher die PTBS in den Bereich der Angststörungen einordnen. Eine PTBS entsteht durch ein traumatisches Ereignis, bei dem oft Lebensgefahr bestand. Typische Ereignisse, die eine PTBS auslösen sind Krieg, Missbrauch, Vergewaltigung, Folter, Naturkatastrophen, Unfälle oder Verbrechen. Die PTBS manifestiert sich im Wiedererleben des Traumas in Albträumen und Erinnerungen, die erneut Angst und Panik auslösen können. Charakteristisch ist auch ein Vermeidungsverhalten, durch das das Erlebte nicht wieder erlebt werden soll.

 

4) Soziale Phobie

Bei einer Sozialen Phobie empfinden die Betroffenen Angst davor, von anderen beobachtet und kritisch beurteilt sowie im schlimmsten Fall sogar bloßgestellt zu werden. Situationen in Gesellschaft werden gemieden, besonders das Sprechen in der Öffentlichkeit löst bei den Betroffenen Angst aus. Die Symptome zeigen sich zum Beispiel im Erröten, Herzklopfen, Schwitzen oder einem Kloß im Hals.

Ähnlich wie bei Panikattacken erfahren die Betroffenen auch hier die Angst davor, Angst zu bekommen. Hier geht es allerdings darum, dass man befürchtet, die anderen könnten bemerken, dass man rot geworden ist oder einen Kloß im Hals hat.

 

5) Agoraphobie

Die Agoraphobie ist besser bekannt als die sogenannte Platzangst. Gemeint ist die Furcht vor bestimmten, meist öffentlichen Orten. Aber auch Reisen oder Menschenmengen können diese Art von Phobie auslösen. Die Angst entsteht in erster Linie dadurch, dass die Betroffenen befürchten, im Falle einer Gefahr nicht rechtzeitig flüchten oder Hilfe bekommen zu können. Die Agoraphobie tritt sehr häufig in Kombination mit Panikstörungen auf.

 

6) Spezifische Phobien

Bei spezifischen Phobien entwickeln die Betroffenen eine übertriebene Angst, die auf bestimmte Situationen oder Objekte gerichtet ist. Prinzipiell kann sich eine solche Angst auf jeden beliebigen Gegenstand oder jede beliebige Situation richten. Bekannte Phobien sind zum Beispiel:

  • Angst vor Spinnen (Arachnophobie)
  • Angst vor Blut (Hematophobie)
  • Angst vor Vögeln (Ornithophobie)
  • Höhenangst (Bathophobie)
  • Flugangst (Aviophobie)
  • Angst vor Krankheiten (Hypochondrie)

 

Wie kann man Angststörungen natürlich behandeln?

Wer mit einer Angststörung zu einem Schulmediziner geht, bekommt in der Regel ein Antidepressivum. Wer sich nun fragt, wie ein Mittel gegen Depressionen bei Ängsten helfen soll, dem sei gesagt, dass beide Arten von psychischen Störungen mit unserem Serotonin-Haushalt zu tun haben. An anderer Stelle vielleicht mehr zu den biochemischen Ursachen von Angststörungen – nun zurück zur Medikation.

In einigen Fällen werden außerdem Beruhigungsmittel verschrieben. Das hat insbesondere damit zu tun, dass Ängste oft mit Zuständen enormer Anspannung verbunden sind. Auch die Schreckhaftigkeit und die Schlafstörungen werden mit diesen Medikamenten unterdrückt. Als besonders wirkungsvoll gelten Benzodiazepine, die einen Effekt auf den Neurotransmitter GABA haben. Allerding besitzen die Medikamente ein hohes Abhängigkeitspotential.

Wer meinen Blog kennt, weiß, was ich von der Behandlung von Depressionen mit Antidepressiva halte. Auch bei Angststörungen bin ich nicht wirklich überzeugt davon. Bei Gelegenheit kann ich meine Gründe hierfür noch einmal näher ausführen.

Ich war daher froh, dass ich bei meinen Recherchen auf zahlreiche natürliche und alternative Behandlungsmethoden gestoßen bin, die ich Dir nun vorstellen werde. Der Fokus liegt – wie auch schon in meinen Artikeln zu Depressionen – vor allem auf Nährstoffen und insbesondere auf Aminosäuren. Aber auch andere natürliche Mittel habe ich berücksichtigt.

 

Glutamin

Glutamin ist eine Aminosäure, die in unserem Blut eine sehr hohe Konzentration aufweist. Der Stoff gilt als bedeutende Ausgangssubtanz bei der Bildung des Neurotransmitters GABA. Wie ich oben schon kurz erwähnt habe, setzen auch die stark wirksamen Benzodiazepine an den GABA-Rezeptoren an, um ihre beruhigende Wirkung zu entfalten. Glutamin kann somit zur Beruhigung beitragen. Erfahrungen zufolge wird mit Glutamin aber auch eine allgemeine Stabilisierung der psychischen Befindlichkeit erreicht.

 

GABA

Bei GABA (eigentlich: Gamma-Amino-Buttersäure) handelt es sich um eine Aminosäure, die – wie oben bereits erläutert, einen enorm beruhigenden Effekt auf uns haben kann. Es gilt weiterhin als explizit angstlösend, entspannend, schmerzlindernd, schlaffördernd und blutdruckstabilisierend. GABA wirkt also zahlreichen Angstreaktionen entgegen.

 

Glycin

Die Aminosäure Glycin stellt die Basis bei der Produktion von Elastin, Kollagenen, Purinen, Kreatin, Glutathion sowie weiteren Stoffen dar. Glycin ist aber auch ein inhibitorischer Neurotransmitter, der eine Verminderung der Noradrenalin-Ausschüttung im Gehirn bewirken kann. Experten empfehlen Glycin daher als eine Art Notfallmedikament, das bei einer akuten Panikattacke schnell wirken kann.

 

Taurin

Das Aminosäuren-Derivat Taurin verfügt über zahlreiche positive Eigenschaften mit medizinischem Nutzen. Es gilt als antioxidativ, antiinflammatorisch, antiarrhythmisch, antihypertensiv und immunstimulierend. Für die Behandlung von Angsterkrankungen ist insbesondere die stabilisierende Wirkung auf die Nervenzellmembranen von Bedeutung. Des Weiteren trägt Taurin zur Aktivierung der GABA- und Glycin-Rezeptoren bei.

 

L-Theanin:

Die Aminosäure L-Theanin ist in grünem Tee enthalten. Ihr wird eine beruhigende und konzentrationsfördernde Wirkung nachgesagt. Forscher erkennen außerdem Hinweise darauf, dass L-Theanin einerseits die Adrenalinausschüttung hemmt und andererseits die Ausschüttung von GABA steigert.

 

Tryptophan und 5-HTP

Die Aminosäure Tryptophan sowie sein Syntheseprodukt 5-HTP sind die Ausgangsstoffe für das Glückshormon Serotonin. Im Rahmen der schulmedizinischen Therapie von Depressionen und Angststörungen wird der Serotonin-Gehalt chemisch manipuliert. Mit der Einnahme der Aminosäuren kann der Serotonin-Haushalt nachhaltig reguliert werden.

 

Lysin

Die Wirkung der Aminosäure Lysin befindet sich noch in der Erforschung. Nachgewiesen wurde jedoch bereits, dass Lysin bei Frauen die Cortisolantwort auf Stress vermindern kann. Bei Männern kann Lysin hingegen die Aktivierung des sympathischen Nervensystems reduzieren. Als bewiesen gilt außerdem, dass Lysin die Ängstlichkeitsparameter deutlich senkt.

 

Ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen und Vitaminen:

Bei Angststörungen werden insbesondere Mineralstoffe und Vitamine empfohlen, die die Erregbarkeit herabsetzen, das Nervensystem stärken und vor Stress schützen. Geraten wird insbesondere zu Vitamin B1, B6, B12, Folsäure, Vitamin C, E sowie zu Calcium und Magnesium. Zink spielt darüber hinaus eine besondere Rolle bei der Neurotransmission. Der Zusammenhang zwischen psychischem Wohlbefinden und dem Haushalt von Selen konnte ebenfalls nachgewiesen werden.

 

CBD-Öl/Cannabis-Extrakt:

CBD-Öl beziehungsweise Cannabis-Extrakt besitzt, anders als man auf den ersten Blick vielleicht vermuten würde, keine berauschende Wirkung. Stattdessen besetzen die enthaltenen Cannabinoide die Rezeptoren CB-1 und CB-2, die unter anderem für unser Schmerzempfinden, unsere Emotionen, Stimmung, Erinnerungen und unser Denken verantwortlich sind. Es konnten positive Effekte bei unterschiedlichen Angststörungen erzielt werden, wie bei Generalisierten Angststörungen, Sozialen Phobien, Panikattacken und Posttraumatische Belastungsstörungen.

Rosenwurz (Rhodiola rosea):

Bei Rosenwurz handelt es sich um eine Pflanze, die sich positiv auf Leistungsfähigkeit, Aufmerksamkeit und Stimmung auswirkt. In einem Experiment mit Patienten, die an einer Generalisierten Angststörung leiden, konnte eine Reduzierung der Symptome erzielt werden. Außerdem wird nachweislich die Stressreaktion vermindert.

 

Zurück zu Andrea

Wenn Du meinen Artikel bis zu diesem Punkt aufmerksam gelesen hast, dann vermutest Du wahrscheinlich schon, unter welcher Art von Ängsten Andrea litt: eine Generalisierte Angststörung.

Ich riet Andrea nach meiner Lektüre dazu, einige Vitaminpräparate zu sich zu nehmen. Nach Rücksprache mit ihrem Arzt setzten wir ihr Beruhigungsmittel ab und ersetzten es durch GABA.

Andrea fühlte sich innerhalb von zwei Wochen wie ausgewechselt. Sie selbst vermutete, dass das GABA ihr zu einer neuen „entspannten Weltsicht“ verholfen hatte. Sie konnte wieder normal arbeiten gehen und sich um ihren Sohn kümmern. Dass sie sich noch vor kurzer Zeit gar nicht aus dem Haus getraut hatte, konnte sie sich gar nicht mehr vorstellen.

Allerdings nahm sie immer noch neben den Vitaminen und dem GABA ihr Antidepressivum: ein Selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Man hätte den SSRI durch 5-HTP oder Tryptophan ersetzen können. Ich hatte aber das Gefühl, dass das gar nicht nötig war. Also sprachen wir erneut mit Andreas Arzt, der uns genehmigte, unter strenger Beobachtung das Antidepressivum abzusetzen.

Und was passierte? Nichts! Andrea ging und geht es weiterhin gut.

Das Wichtigste für Dich zusammengefasst

  • Ängste sind normale Gefühle, die im Zusammenhang mit einer körperlichen Reaktion auf Gefahren stehen
  • bei Angststörungen sind die Ängste jedoch extrem ausgeprägt oder treten ohne reale Gefahr auf
  • es gibt viele verschiedene Arten von Angststörungen, nicht alle Ängste sind behandlungsbedürftig
  • Mediziner greifen oft zu Psychopharmaka, es gibt jedoch zahlreiche natürliche Alternativen
  • zahlreiche Aminosäuren sowie pflanzliche Mittel können Ängste reduzieren
  • Vitamine unterstützen die Therapie

 

Quellen und weiterführende Informationen

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