Dopamin auf natürlichem Weg erhöhen

Manchmal sind es eher die unscheinbaren Dinge, die für Depressionen mit verantwortlich sein können. Der Normalbürger kennt sich mit den millionenfachen Körperprozessen und unzähligen Stoffen im Körper in der Regel auch nicht so gut aus. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich gut zu informieren, um Depressionen verhindern oder heilen zu können.

Eine wesentliche Rolle spielt dabei Dopamin. Eine kleine Reise in die Anatomie Deines Körpers erklärt die weitreichenden Funktionen und wie Du Deinen Dopamin-Spiegel natürlich erhöhen kannst.

Was ist Dopamin und welche Wirkung hat es?

Bei Dopamin handelt es sich um einen der wichtigsten Botenstoffe des Nervensystems. Als Neurotransmitter ist er eine Art Hormon, das im Volksmund auch als Glückshormon bezeichnet wird. Die Aufgabe von Dopamin besteht darin, Signale zwischen den Neuronen weiterzuleiten sowie körperliche und geistige Bewegungen zu steuern. Es nimmt somit einen wesentlichen Einfluss auf zahlreiche Körperreaktionen, wie zum Beispiel:

  • Feinmotorik
  • Körperbewegungen
  • Reaktionsvermögen
  • Mentales Wohlbefinden
  • Lebensfreude
  • Psychischer Antrieb
  • Konzentration
  • Mut
  • Vergnügungsempfinden
  • Glücksgefühle, die bei Tätigkeiten, wie beispielsweise das Essen, ausgelöst werden

Der Gegenspieler von Dopamin ist Serotonin. Während Dopamin Glücksgefühle steigen lässt und eine anregende Wirkung auf die gute Laune zeigt, zeigt sich Serotonin mit einem dämpfenden, entspannenden Effekt.

 

Zu wenig Dopamin

Für die Biosynthese von Dopamin wird die Aminosäure Tyrosin benötigt. Dabei handelt es sich um eine nicht-essenzielle Aminosäure, die der Körper eigenständig aus Phenylalanin bildet und Hauptbestandteil der meisten Proteine ist.

Bildet der Körper zu wenig der Aminosäure Tyrosin oder produziert der Körper mehr Serotonin als Dopamin, können verschiedene Symptome auftreten und Erkrankungen begünstigt werden. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Depressionen / Burnout
  • ADS sowie ADHS
  • Motorische Bewegungsstörungen
  • Senkung der Zufriedenheit
  • Zwänge entstehen lassen und/oder verstärken
  • Verlust der Libido
  • Erektile Dysfunktion
  • Konzentrationsschwäche
  • Antriebslosigkeit
  • Parkinson-Krankheit
  • Tourette-Syndrom
  • Suchtverhalten
  • Chronische Entzündungen
  • Beschleuniger Alterungsprozess

Im Gegensatz zu einem geringen Dopaminspiegel, kann ein zu hoher Wert des Hormons Angstzustände, Paranoia sowie eine Hyperaktivität auslösen.

 

Dopamin-Test für zu Hause

Ob Dein Dopamin-Spiegel zu niedrig sein könnte und Du zu einer Depression neigst, kannst Du unkompliziert mit der Beantwortung folgender Fragen selbst feststellen:

  • Fühlst du Dich oft gelangweilt, deprimiert, antriebslos und bist apathisch?
  • Fehlt es Dir an körperlicher und/oder psychischer Energie?
  • Hält Dich Müdigkeit von Aktivitäten ab und Du musst Dich zur Bewegung „zwingen“?
  • Befinden sich Dein Antrieb, Begeisterungsvermögen und Deine Motivation auf einem Tiefpunkt?
  • Hast Du Schwierigkeiten Dich zu konzentrieren oder Dich auf eine Sache zu fokussieren?
  • Musst/willst Du viel ausspannen und hast oft kalte Hände sowie Füße?
  • Neigst Du dazu, leicht Körpergewicht zuzunehmen?
  • Hast Du das Gefühl, nur durch den Konsum von viel Kaffee und anderen „Aufputschmitteln“ wie Zucker oder gar Kokain, Dich wacher und aufmerksamer fühlen zu können?

Wenn Du nur eine Frage mit einem Ja beantwortest, könnte bei Dir ein niedriger Dopamin-Spiegel vorliegen.

 

Ursachen für einen niedrigen Dopamin-Spiegel

Für eine Senkung des natürlichen Dopamin-Spiegels können Stress, verschiedene Antidepressiva, Drogen sowie eine ungesunde/schlechte Ernährung und zu wenig Schlaf verantwortlich sein.

„Aufputschmittel“ wie Koffein, Alkohol, Kokain oder Zucker sorgen für einen kurzen Anstieg des Dopamins, aber sobald sich die Wirkstoffe im Körper abzubauen beginnen, verringert sich die körperliche Dopamin-Produktion. Der Dopamin-Spiegel nimmt ab, Glücksgefühle und alle anderen Begleiterscheinungen, die höheres Dopamin mit sich bringen, wechseln ins Gegenteil um.

 

Die Rolle von Dopamin im Körper

Stress und Entzündungen durch Dopamin lindern

Die Dopamin-Synthese reagiert sehr empfindlich auf Entzündungen. Es besitzt die Fähigkeit, Entzündungen im Körper zu reduzieren. Bei chronischen Entzündungen, wie sie beispielsweise durch Viren entstehen, sowie bei chronischem oxidativen Stress, fanden Medizinforscher heraus, dass eine vermehrte Produktion von Katecholaminen (wichtige chemische Gruppe, welche das Dopamin umfasst) diesen entgegentreten kann.

Allerdings senkt der Körper das Dopamin-Level durch chronische Entzündungen und es kann sich ein Dopaminmangel einstellen. Oxidativer Stress entsteht durch freie Radikale, die aufgrund von zu wenig Antioxidantien nicht vom Körper abgebaut werden können.

Ein höherer Dopamingehalt ist demnach ein wichtiges pathologisches Detail, das vor allem bei zu Entzündungen neigenden Personen mit Depressionen sowie chronischem Müdigkeitssyndrom helfen kann.

 

Depressionen als Folge von Dopaminmangel

Dopamin kann das Glücksgefühl verbessern und Euphorie auslösen. Liegt ein geringer Dopamingehalt vor, sind depressive Störungen in Kombination mit der Unfähigkeit, Freude und Lust zu spüren (Anhedonie), meist die Folge. Ein Teufelskreis beginnt. Dies beruht darauf, dass beispielsweise Sonnenschein Freude auslöst, wodurch sich das Dopamin im Gehirn erhöht.

Kannst Du Dich nicht mehr am Sonnenschein erfreuen, findet keine Dopamin-Ausschüttung statt, Du bleibst in einem Stimmungstief. Aus diesem kannst Du Dich selbst herausholen, indem Du Deinen Dopamin-Spiegel „manuell“ anhebst, wie durch Tyrosin-Nahrungsergänzungsmittel.

 

Motivation und Energie

Das Dopamin ist in der Lage, Dein Motivationslevel zu erhöhen. Ein höherer Dopaminspiegel hat eine Senkung der Wahrnehmung von Anstrengungen zur Folge, die Dein Körper aufbringen muss, um etwas zu erreichen/zu schaffen. Dementsprechend geringer nimmst Du Aufgaben als weniger belastend wahr und bist motivierter.

In einer Studie wurde der Dopaminspiegel von Probanden erhöht. Das Ergebnis zeigte, dass diese Testpersonen mehr wirtschaftliche Entscheidungen trafen, über mehr Antrieb verfügten und sich deutlich glücklicher fühlten, als Patienten mit Dopaminmangel.

Vor allem chronische Entzündungen in Deinem Körper lösen Unwillen, Faulheit und Demotivation aus. Dein Belohnungsverhalten nimmt ab und allgemeines Unwohlsein macht sich breit. Wie bereits beschrieben, resultiert dies aus der Senkung des Dopmaningehaltes durch chronische Entzündungen.

 

Schutz von Gehirn und des zentralen Nervensystems

Dopamin kann eine schützende Rolle bei zahlreichen entzündlichen Erkrankungen des Gehirns einnehmen. Dies wurde in verschiedenen Studien vor allem an Patienten mit Parkinson und bei traumatischen Hirnverletzungen untersucht.

In diesem Bezug besitzt Dopamin die Fähigkeit, unkontrollierte Muskelbewegungen zu hemmen. Als Nebeneffekt zeigt sich bei einem höheren Dopaminspiegel die antioxidative Wirkung auf das Striatum (Bestandteil von wichtigen neuronalen Regelkreisen im Großhirn) sowie auf das Substantia Nigra (Kernkomplex im Mittelhirnbereich).

Des Weiteren ist Dopamin maßgeblich bei Entzündungsrückgängen eines gestörten Zentralnervensystems beteiligt. Es sorgt für eine Aktivierung des Immunsystems am Vagus Nerv. Bei diesem handelt es sich um den größten Hirnnerv des Parasympathikus. Der Parasympathikus ist einer von drei Komponenten des vegetativen Nervensystems. Er ist für unwillkürliche Bewegungen aller Körperorgane verantwortlich, weshalb er auch Ruhe- und Erholungsnerv genannt wird.

Sollte durch eine Erkrankung oder einen Unfall ein Sauerstoffverlust zu einer Unterversorgung Deines Hirns führen, so kann ein entsprechend optimaler Dopamingehalt eine schützende Wirkung haben. Dies geschieht, indem Dopamin für eine Reduzierung von Verbrauchsstoffen sorgt und gleichzeitig die Erhaltung von Energie unterstützt, die für die körpereigenen Reparaturmechanismen benötigt wird.

 

Tagesrhythmus und Zeitwahrnehmung

Ein Teil des Dopamins übernimmt die Verantwortung für die Aktivierung des Tagesrhythmus. Gesteuert wird dies über den sogenannten suprachiasmatischen Kern (Nucleus suprachiasmaticus). Dieser befindet sich im Gehirn und stellt die „innere Uhr“ dar. Durch Dopamin kann diese optimiert werden und in der Folge Dein Motivationsverhalten verbessern. Das Aufstehen am Morgen, das Kochen am Mittag und abends müde zu werden, wird Dir leichter fallen.

In Bezug auf Schlafprobleme, die vielfach bei Depressionen auftreten, kann Dopamin unterstützend auf Schlafstörungen wirken. Dies geschieht in Abhängigkeit mit den Hormonen Orexin A und B. Diese haben einen wichtigen Einfluss auf den Schlafrhythmus. Durch die Aminosäure Tyrosin kann dieses Hormon aktiviert werden und ein besseres Schlafverhalten stellt sich ein.

Dopamin kann die Wahrnehmung der Zeit beeinflussen. Erhöht sich das Dopamin wirkt es auf den Substantia Nigra Pars compacta (dicht gelagerte Nervenzellen am Hirnschenkel). Eine verlangsamte Wahrnehmung der Zeit stellt sich ein. Kommt es zu einer Verringerung des Dopamins, kommt es Dir so vor, als wenn die Zeit schneller vergeht.

 

Zwangsverhalten, Sucht, Fettleibigkeit und Aufmerksamkeit

Dopamin ist ein wichtiger Akteur im Belohnungsgefühl. Wenn etwas positives geschieht oder Du Dich über etwas freust, wird Dopamin im Gehirn freigegeben.

Ist das Belohnungssystem gestört, liegt in der Regel das sogenannte Reward Deficiency Syndrome (RDS) vor. Ein Dopaminmangel ist eine weit verbreitete Ursache. Dabei handelt es sich um eine Störung, bei der die Funktion des Belohnungssystem im Gehirn nicht tadellos funktioniert. Betroffene reagieren darauf in der Regel mit dem Zuführen von Dopamin-steigernde Belohnungen durch externe Stimulanzien. Das kann Alkohol, Nikotin, Kokain, aber auch Essen sein. Vielfach stellt sich ein Suchtverhalten ein, von denen viele an Depressionen leidende Menschen betroffen sind.

Durch einen ausgewogenen Gehalt von Tyrosin Aminosäure, die eine Dopaminproduktion begünstigt, kann das körpereigene Belohnungssystem wieder normalisiert werden. Wird ausreichend Dopamin zu Verfügung gestellt, entfällt der Wunsch nach Dopamin-steigenden Belohnungen. Heißhungerattacken, der Griff nach der Zigarette oder der Wunsch nach Alkohol reduzieren sich und klingen letztendlich vollständig ab.

Zusätzlich sorgt Dopamin für mehr Bewegungsantrieb und Du kannst Dein Gewicht leichter reduzieren und Fettleibigkeit besiegen. Liegt bei Dir ein Dopaminmangel vor, wirst Du demotivierter, bewegst Dich weniger bis gar nicht und nimmt unweigerlich zu.

Dopamin besitzt zusätzlich die Fähigkeit, positiv auf Aufmerksamkeitsdefizitstörungen (ADHS) zu wirken und eine Verbesserung herbeizuführen.

 

Dopamin-Spiegel natürlich erhöhen

Um Deinen Dopamin-Spiegel auf eine natürliche, gesunde Weise steigen zu lassen, ist eine Ernährung mit bestimmten Lebensmitteln erforderlich. Hier spielt vor allem die Aminosäure Tyrosin eine bedeutende Rolle, um die Dopamin-Produktion beziehungsweise Ausschüttung zu verbessern. Zu den Lebensmitteln, die über Tyrosin verfügen, zählen zum Beispiel:

  • Mandeln
  • Bananen
  • Kürbiskerne
  • Avocados
  • Milchprodukte
  • Lima-Bohnen
  • Sesamkörner

Dopamin ist minimal oxidierend. Um dem entgegenzusetzen, empfiehlt es sich, Lebensmittel zu verzehren, die über Inhaltsstoffe mit sogenannten Antioxidantien verfügen. Diese Antioxidantien können dabei helfen, Dopamin enthaltende Neuronen (Nervenzellen) vor Schäden durch freie Radikale zu schützen. Vor allem in Früchten und Gemüse sind vielfach Antioxidantien und/oder reichlich an den Vitaminen C und E enthalten, die ebenfalls positiv auf die Dopamin-Ausschüttung wirken.

Bei Depressionen solltest Du viel der folgenden Lebensmittel-Beispielen essen:

  • Zitronen/Limonen
  • Blaubeeren
  • Tomaten
  • Nüsse
  • Karotten
  • Äpfel
  • Brokkoli
  • Zwiebeln
  • Grünkohl
  • Brennesseln
Zuckerhaltige Lebensmittel sowie sogenannte Transfette, Cholesterine sowie raffinierte Lebensmittel können eine Störung der Hirnfunktionen hervorrufen und in der Folge zu einem niedrigen Dopamin-Spiegel führen. Transfette sind vor allem in industriell hergestellten Fertigprodukten sowie in frittierten Lebensmitteln zu finden. Auf diese solltest Du verzichten, wenn Du Dein Dopamingehalt natürlich steigern und Depressionen bessern möchtest. 

Leidest Du an Depressionen, ist Kaffee beziehungsweise Koffein keine gute Wahl, um an Eigenantrieb zu gelangen. Koffein lässt das Dopamin zwar kurzzeitig ansteigen, erhöht aber auch den Serotonin-Spiegel, während das Dopamin wieder abnimmt. In der Konsequenz kann dies bedeuten, dass sich nach der Wirkung des Koffeins Deine Depressionen sogar verschlimmern können.

 

Glücksgefühle aufkommen lassen

Um das Dopamin im Körper ansteigen zu lassen, kannst Du neben den genannten Lebensmitteln, auch selbst die Ausschüttung erhöhen. Dazu machst Du, was Dir Freude bereitet und Dich glücklich oder zufrieden macht.

Sex ist zum Beispiel eine Aktivität, die Glückshormone ausschüttet. Spielst Du gern Fußball, wird Dir ein gelungener Pass oder ein Tor zu einem Anstieg Deines Glückhormons verhelfen. Vermeide Treffen und Gespräche über die Probleme anderer, die Stress bei Dir auslösen und dämpfend auf Deine Stimmung wirken könnten.

Bewegung und frische Luft vor allem in Form von Freiluftsport, sind optimal, um Stress abzubauen, der die Dopamin-Ausschüttung hemmt.

 

Die Wirkung von Dopamin mit Medikamenten erhöhen

Auf dem Arzneimittelmarkt sind zwar Medikamente erhältlich, durch welche die Dopamin-Ausschüttung angeregt werden kann, aber diese sind nur unter bestimmter medizinischer Indikation vom Arzt erhältlich. Unter einer Indikation ist das Vorhandensein von Gründen zu verstehen, die eine Medikation mit einem Medikament rechtfertigt. In dem Fall von Dopamin anregenden Medikamenten hat in der Regel ein Krankheitsbild vorzuliegen, das eine medikamentöse Behandlung erforderlich macht, weil andere, natürliche Dopamin-Hilfen nicht (ausreichend) oder zu langsam wirken.

 

Dopamin-Produktion anregen durch Tyrosin

Als Vorläufer-Substanzen für die Dopamin-Produktion gelten Aminosäuren. Insbesondere die Aminosäure Tyrosin ist bedeutend für die Dopamin-Bildung/Ausschüttung.

Die benötigten Aminosäuren werden vom Körper gebildet. In der Regel reicht die Menge nicht aus, denn der Körper wird in der heutigen Gesellschaft und im Alltag kontinuierlich mehr belastet. Zeitdruck, Stress auf der Arbeit, Ärger mit Nachbarn oder Kollegen, finanzielle Sorgen und andere Alltagsprobleme hemmen die Produktion von Dopamin jeden Tag erneut. In manchen Fällen pendelt sich ein dauerhaft niedriges Niveau ein – damit ist der Grundstein für Depressionen gelegt.

Entgegenzuwirken ist dem nur bedingt mit auserwählten Nahrungsmitteln. Auch wenn diese reich an benötigten Aminosäuren sind, so müsstest Du bei besonderen Belastungen kiloweise davon essen, um das Defizit ausgleichen zu können.

Hier können Nahrungsergänzungsmittel optimaler dosiert werden und dem Körper zusätzlich Tyrosin liefern, das Dein Körper für eine verbesserte Dopamin-Produktion sowie Nervenzellenversorgung benötigt.