GABA – die Aminosäure für angstfreies Entspannen

Wenn Du im Rahmen Deiner Depression unter Angespanntheit, Stress, Schlaflosigkeit oder Ängsten leidest, dann ist die Aminosäure GABA sicherlich eine gute Hilfe für Dich.

Bist Du gar von einer generalisierten Angststörung betroffen, dann solltest Du den vorliegenden Text erst recht lesen. Denn GABA ist in diesem Fall ein Mittel erster Wahl.

Hierbei ist GABA völlig natürlich und beruhigt Dich ohne ein Abhängigkeitspotential zu besitzen.

Bevor Du voller Hoffnung auf baldige Besserung Deiner Symptomatik sofort Deine Bestellung für die Aminosäure GABA aufgeben willst, möchte ich Dir noch raten, den Artikel erst einmal aufmerksam zu lesen.

Ich werde Die erklären, was GABA ist, wie es in Deinem Körper wirkt, wozu es eingesetzt wird, wie Du es am besten einnimmst und was Du dabei zu beachten hast.

Außerdem erläutere ich, ob GABA Nebenwirkungen oder Kontraindikation aufweist und für welche Medikamente GABA eine Alternative darstellt.

 

Was ist GABA genau und wann wurde es entdeckt?

GABA ist die Abkürzung für Gamma-Amino-Buttersäure. GABA ist ein Neurotransmitter und zugleich eine nichtessentielle Aminosäure. Nichtessentiell bedeutet hierbei, dass der Körper sie selbst herstellen kann. Hierzu benötigt er eine weitere Aminosäure: Glutamin.

Bereits im Jahr 1883 wurde GABA das erste Mal aufgespürt. Jedoch wurde der Grundstein für seine heutige Bedeutung erst gelegt, als die Aminosäure 1950 im Gehirn entdeckt wurde. Dennoch war man zu diesem Zeitpunkt davon überzeugt, dass es sich bei GABA nicht um einen Neurotransmitter handele.

Diese Tatsache wurde schließlich im Jahr 1968 bestätigt. Seither begannen intensive Forschungen zu GABA, die bis heute andauern. Dementsprechend weiß die Wissenschaft auch jetzt noch nicht alle Details zur Funktionsweise des Neurotransmitters GABA.

 

Was bewirkt GABA im Körper?

GABA gilt als der wichtigste inhibitorische Neurotransmitter des Gehirns. Der Begriff „inhibitorisch“ bezieht sich hierbei darauf, dass GABA dafür verantwortlich ist, die Übertragung von Signalen in den Nervenendigungen zu hemmen.

Geraten wir zum Beispiel unter Stress und schütten große Mengen an Adrenalin aus, lenkt GABA hier regulierend ein. Der Neurotransmitter leitet das Adrenalin nicht weiter. Auf diese Weise können wir uns wieder beruhigen.

Bei Störungen der Prozesse des Neurotransmitters GABA kann es zu Krampfanfällen kommen. Dementsprechend wird GABA nicht nur eine beruhigende, sondern auch krampfvorbeugende Wirkung zugeschrieben.

Damit Du Dir vorstellen kannst, wie entspannend GABA sein kann, lass Die gesagt sein, dass Benzodiazepine, also chemische Beruhigungsmittel, an den GABA-Rezeptoren ansetzen. Das allseits bekannte Valium ist gar mit dem Ziel hergestellt worden, die Wirkung von GABA zu imitieren.

Stehst Du unter andauerndem Stress, können die Vorräte von GABA aufgezehrt werden. Es entsteht ein Mangel an GABA in Deinem Körper.

 

Was passiert bei einem GABA-Mangel?

GABA hat eine Vielzahl von positiven Charaktereigenschaften. So wirkt es relaxierend (entspannend), antikonvulsiv (krampfhemmend), blutdruckstabilisierend, anxiolytisch (angstauflösend) und analgetisch (schmerzlindernd). Sehr bekannt ist auch die schlaffördernde Wirkung von GABA.

Wenn GABA im Körper fehlt, werden diese positiven Eigenschaften des Neurotransmitters reduziert. Ganz einfach ausgedrückt: Ist in Deinem Körper ausreichend GABA vorhanden, bist Du entspannt. Wenn Dein Körper hingegen nicht über genügend GABA verfügt, bist Du gestresst und gereizt. 

Die ersten Zeichen eines solchen GABA-Mangels sind zum Beispiel Heißhunger auf Süßigkeiten, Muskelverspannungen, Gedächtniseinbußen, Ungeduld, Ängste, Ohrgeräusche (Tinnitus), veränderte Geruchsempfindungen, nächtliches Schwitzen oder Impulsivität.

Dauert ein Mangel an GABA im Körper über einen längeren Zeitraum an, können schwerwiegendere Folgen entstehen. Depressionen oder Angststörungen können die Folge sein.

 

Wobei kann GABA helfen?

Wie Du Dir wahrscheinlich schon denken kannst, ist GABA bei allen Krankheiten, Syndromen und sonstigen Symptomen sinnvoll, bei denen Entspannung und Beruhigung notwendig sind. Besonders erfolgsversprechend ist GABA, wenn die Symptome durch einen GABA-Mangel im Gehirn hervorgerufen wurden.

Zu typischen Krankheitsbildern, bei denen eine Behandlung mit GABA zweckmäßig ist, gehören zum Beispiel generelle Schlafloslosigkeit, innere Unruhe, Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Schizophrenie, Epilepsie, Krampfanfälle, Depression, Angststörungen, Stress-Syndrom oder hoher Blutdruck.

Vorteile zu herkömmlichen chemischen Medikationen sind zum Beispiel bei Angststörungen und innerer Unruhe darin zu sehen, dass traditionelle Arzneimittel hier ein hohes Abhängigkeitspotential aufweisen. Auch die Nebenwirkungen sind bei den chemischen Mitteln ausgeprägt.

Bei Depressionen konnte belegt werden, dass diese häufig von einem niedrigen GABA-Spiegel begleitet werden. Dementsprechend bietet es sich an, genau hier anzusetzen und den Speicher mit der nichtessentiellen Aminosäure wieder aufzufüllen.

Krampfanfälle können im Vergleich zu herkömmlichen Medikamenten nahezu nebenwirkungsfrei behandelt werden. Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen.

Des Weiteren hat sich GABA als Mittel für den Muskelaufbau bewährt. So wird von Sportlern berichtet, dass der Muskelaufbau schneller vonstattengeht. Außerdem soll das Schmerzempfinden herabgesetzt werden.

Dank der Ausschüttung von Wachstumshormonen, die durch GABA angeregt wird, unterstützt der Neurotransmitter außerdem eine natürliche „Anti-Aging-Therapie“. Wachstumshormone steuern nämlich dem Alterungsprozess entgegen.

 

GABA statt Benzodiazepine

Um zu verdeutlichen, welch ein Potential in GABA steckt, ist es interessant aufzuzeigen, welche Medikamentengruppe der Neurotransmitter in einigen Fällen ersetzen kann. Hierbei geht es insbesondere um Benzodiazepine.

Benzodiazepine sind psychoaktive Substanzen, das heißt, dass sie direkt auf die menschliche Psyche einwirken. Die meisten Benzodiazepine haben einen schlaffördernden, angstlösenden, muskelentspannenden und beruhigenden Effekt.
Die Arzneimittel wirken direkt an den GABA-Rezeptoren. Benzodiazepine gelten als höchst effektiv. Nicht zuletzt aus diesem Grund ergibt sich ihr hohes Abhängigkeitspotential.

Die ersten Benzodiazepine kamen in den 1960er Jahren auf den Markt. Zu diesem Zeitpunkt war das Suchtpotential dieser Substanzen jedoch nahezu unbekannt. Zunächst wurden die Medikamente aus der Gruppe erfolgreich gegen Angst- und Unruhezustände, bei Krampfanfällen oder bei Schlafstörungen verordnet.

In den vergangenen Jahren wurden Benzodiazepine jedoch angesichts des hohen Suchtpotentials und wegen zahlreicher Nebenwirkungen nur noch äußerst selten verschrieben.

Kompliziert ist auch die rechtliche Situation von Benzodiazepinen, da diese unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Ein Missbrauch von Arzneimitteln aus dieser Medikamentengruppe ist nicht selten.

Das Nahrungsergänzungsmittel GABA ist im Gegensatz zu Benzodiazepinen fast nebenwirkungsfrei und weist keinerlei Suchtpotential auf.

 

Wie und wo ist GABA erhältlich?

GABA ist frei verkäuflich und wird als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben. Du kannst es beispielsweise direkt online bei Apotheken oder anderen Händlern bestellen.

GABA ist sowohl als Pulver als auch in Kapseln erhältlich. Die Packungsgröße sowie die Wirkstoffkonzentration können bei GABA erheblich variieren.

Es lohnt sich, genau hinzuschauen, denn die Kapseln werden in unterschiedlichen Größen mit bis zu 750 mg vertrieben. Bei dem in Pulverform angebotenen GABA ist außerdem darauf zu achten, in welcher Konzentration GABA vorliegt.

Da es sich nicht um ein apothekenpflichtiges Arzneimittel handelt, unterliegen die Angebote weniger strengen Kontrollen. Es ist daher empfehlenswert, GABA nur von einer Marke oder einem Hersteller zu kaufen, dem Du absolutes Vertrauen schenkst. Präparate können zum Beispiel verunreinigt sein.

 

Welche Nebenwirkungen kann GABA verursachen?

Da GABA als natürliche Aminosäure auch im Körper vorkommt, fallen die Nebenwirkungen sehr gering aus. Dennoch sind einige leichte, aber dennoch unerwünschte Reaktionen zu verzeichnen.

Es ist darauf hinzuweisen, dass die Nebenwirkungen in der Regel auftraten, wenn Dosen von 3000 mg oder mehr eingenommen wurden.

In einigen Fällen kann es Anwenderinformationen zufolge zu einem Prickeln auf der Haut kommen. Auch von Kurzatmigkeit sowie von dem Anstieg der Herzfrequenz wurde berichtet. Keine der Nebenwirkungen hat jedoch jemals zu ernsthaften Erkrankungen geführt.

Solltest Du allerdings andere Reaktionen an Dir beobachten, musst Du Dich unverzüglich mit Deinem Arzt oder Apotheker in Verbindung setzen und Rücksprache halten. Auch solltest Du die Einnahme von GABA in diesem Fall nicht fortsetzen.

 

Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?

Bislang sind noch keine Wechselwirkungen mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten dokumentiert.
Sollte Dir etwas auffallen und Du vermutest eine Wechselwirkung mit einem anderen Medikament oder Nahrungsmittel, setz Dich bitte unverzüglich mit einem Arzt oder Apotheker in Verbindung.

 

Wann darf man GABA auf keinen Fall einnehmen?

Wenn Du schwanger bist oder stillst, solltest Du vor der Einnahme von GABA mit Deinem behandelnden Arzt reden. Er wird mit Dir klären können, inwiefern die Einnahme für Dich sinnvoll ist und ob Du Dein Kind gefährdest.
Kinder und Jugendliche dürfen GABA nur unter ärztlicher Kontrolle nehmen. Eine Selbstmedikation ist in diesen Fällen mit großen Gefahren verbunden. Falls Du Dein Kind mit GABA behandeln möchtest, solltest Du ihm zuliebe ein Gespräch mit einem Arzt wahrnehmen.

 

Wie ist GABA einzunehmen?

Für GABA gibt es unterschiedliche Dosierungsempfehlungen. Je nach Krankheitsbild bzw. Beschwerden variiert die Dosis. Außerdem sollten die Dosierungen auf Alter, Geschlecht und Gewicht abgestimmt sein.

Zur Stressreduzierung werden generell zwischen 750 und 800 mg der Aminosäure angeraten. Diese Menge soll über den Tag verteilt in drei bis vier Einzeldosen eingenommen werden.

Bei Angststörungen wird von einigen Wissenschaftlern eine höhere Einzeldosis von 250 mg bis zu 650 mg empfohlen. Diese soll drei Mal täglich eingenommen werden, sodass insgesamt zwischen 750 mg und 1950 mg verabreicht werden.

Auch zur Linderung der Symptome bei ADHS soll GABA drei Mal am Tag eingenommen werden. Die Einzeldosis soll in diesen Fällen jedoch nur zwischen 250 mg und 400 mg betragen.

Eine weitere Empfehlung lautet, zunächst mit einer möglichst niedrigen Dosis zu beginnen. Wenn diese nicht ausreichend wirken sollte, kann die Dosis dementsprechend angepasst werden.

Bei Schlaflosigkeit wird beispielsweise geraten, 500 mg bis 750 mg GABA in einem Glas Wasser aufzulösen. Beim Schlafengehen soll dann die Hälfte der Mixtur getrunken werden. Nur wenn der Patient wieder erwacht, soll auf die zweite Hälfte zurückgegriffen werden.

 

Wie kann die Wirksamkeit von GABA verbessert werden?

hast Du schon von Freunden oder Verwandten gehört, die GABA eingenommen, aber vergebens auf eine Wirkung gewartet haben. Vielleicht haben Dir diese Personen gesagt, GABA wäre komplett wirkungslos oder habe nur eine geringe Wirkung.

Es ist möglich, dass die betreffenden Personen nicht richtig aufgeklärt wurden. Denn damit GABA als Nahrungsergänzungsmittel seine volle Wirksamkeit entfalten kann, muss es in Kombination mit bestimmten Stoffen eingenommen werden.

Das Problem bei der Aufnahme von GABA ist, dass der Stoff die Blut-Hirn-Barriere nicht passieren kann. Diese Barriere bestimmt, welche Substanzen vom Gehirn ins Blut übergehen können und umgekehrt. GABA allein schafft es leider nicht ins Hirn. Das ist deswegen so bedauerlich, da der Stoff genau an dieser Stelle wirken sollte.
Du kannst die Problematik jedoch umgehen, indem Du GABA zusammen mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln zu Dir nimmst und auf Deine Ernährung achtest.

Einen positiven Effekt auf die GABA-Absorption haben folgende Substanzen:

  • Glutamat und Glutaminsäure: Die Stoffe sind vor allem in Fleisch von Tieren enthalten, die mit Gras gefüttert wurden. Außerdem kommen Glutamat und Glutaminsäure in Eiern, Milchprodukten, Fisch, Meeresfrüchten, Pilzen und Tomaten vor
  • Stickstoffmonoxid: Durch Stickstoffmonoxid können Stoffe schneller durch den ganzen Körper transportiert werden. Hier lautet die Empfehlung, L-Citrullin (ebenfalls eine Aminosäure) oder Traubenkernöl-Extrakt zu nehmen
  • Die ätherischen Öle von Rosmarin, Minze oder Basilikum sollen die Absorption auch positiv beeinflussen
  • Magnesium hilft ebenfalls bei Angststörungen und Schlaflosigkeit und unterstützt die Wirkung von GABA
  • Vitamin B6 ist dringend notwendig, da es als Kofaktor und somit als Katalysator für GABA gilt

Es bleibt jedoch anzumerken, dass in der wissenschaftlichen Literatur keine einheitlichen Angaben dazu zu finden sind, wie die Absorption von GABA genau gesteigert werden kann.

So empfehlen einige Autoren, dass GABA je nach Anwendungsgebiet in unterschiedlicher Form einzunehmen ist. Demnach soll die beruhigende Wirkung erreicht werden, wenn GABA zusammen mit den Mahlzeiten verabreicht wird.

Wird jedoch eine Ausschüttung des Wachstumshormons beabsichtigt, dann soll GABA hingegen direkt vor dem Zubettgehen eingenommen werden. Denn während des Tages bleibt GABA in Bezug auf Wachstumshormone nahezu wirkungslos. Nur wenn nach der Einnahme eine Schlafphase einsetzt, kann das Wachstumshormon ausgeschüttet werden.

 

Das Wichtigste für Dich noch einmal zusammengefasst:

  • GABA ist eine nichtessentielle Aminosäure und ein Neurotransmitter
  • GABA ist verantwortlich für die Hemmung von Reizen an Nervenendigungen
  • Der Neurotransmitter hat eine beruhigende und angstlösende Funktion
  • Als Nahrungsergänzungsmittel kann GABA bei unterschiedlichen Krankheitsbildern eingesetzt werden
  • GABA kann positive Effekte bei Depressionen und generalisierten Angststörungen erzielen
  • Medikamente mit hohem Suchtpotential können durch das nahezu nebenwirkungsfreie GABA ersetzt werden
  • Als Nahrungsergänzungsmittel ist GABA frei verkäuflich
  • Bei der Einnahme müssen eventuell weitere Stoffe aufgenommen werden, um die Absorption zu unterstützen

 

Quellen und weiterführende Literatur: